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Wernigerode - Altstadt, Schloß und noch viel mehr

Wernigerode - Rathaus

Wir lieben Sightseeing und deshalb fahren wir nach Wernigerode. Wernigerode ist ein Stadt im Harz und hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, da wird ein Wochenende ganz schön knapp. Hallo Wernigerode, da sind wir. Wir haben ein Hotel direkt an der alten Stadtmauer gebucht. Von hier aus können wir die Stadt ohne Auto besichtigen. Wir checken ein, packen aus und dann gehts auch schon los.

Fahrt zum Brocken mit der Harzer Schmalspurbahn

Auf unserem Programm steht ein Ausflug, hoch hinaus, zum berühmten Brocken. Wir laufen zum Bahnhof und kaufen uns ein Ticket für eine Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn. Uuuiiii, bei dem Preis, werden unsere Augen größer. Aber egal, wir haben Urlaub! Stolze 80€ bezahlen wir für die Hin- und Rückfahrt mit der alten Dampflok. Die Fahrkarten erinnern uns an die 70/80er Jahre. Das sind noch so richtige Pappdeckel-Karten. Wir steigen ein und es dauert nicht lange, da hören wir auch schon einen Pfiff. Dampfend fahren wir los. Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten. Also machen wir es uns bequem und geniessen die gemütliche Fahrt mit der Dampflok. Je höher wir kommen, desto weißer wird die Landschaft um uns herum. Oh, Fahrkartenkontrolle! Wir hören schon: “Die Fahrkarten bitte”. Die nette Zugbegleiterin, früher sagte man ja Zugschaffner dazu, knipst uns ein kleines Loch in die Fahrkarte. Alles wie früher, als ob die Zeit stehengeblieben wäre.

Wernigerode - Brocken

Bei einem kleinen Zwischenstopp haben wir die Möglichkeit, die alte Lok zu fotografieren. Ramon kauft uns ein Dampf-Schnaps, denn es ist Tradition, während einer Fahrt einen kleinen Schnaps zu trinken. Also, rein mit dem 35% Kräuterschnaps. Wir kommen oben auf dem Brocken an. Alles weiß. Schnee, Schnee und nochmal Schnee. Jetzt stehen wir 1142 Meter hoch oben auf dem Brocken. Wir wollen sehen, weit in die Ferne sehen, den Panoramablick genießen und tolle Fotos schießen. Aber daraus wird nix, denn es ist nicht wolkenfrei. Nebel versperrt uns die Sicht. Wir laufen ein paar Meter durch den Schnee und kommen an einer kleinen Gaststätte an. Wir wärmen uns auf und nehmen einen kleinen Imbiss zu uns. Bei diesem Wetter können wir hier oben nicht viel machen, also fahren wir wieder runter. Da im Januar wenig los ist, kann sich unsere Cin ein gemütliches Plätzchen im Zugabteil suchen und ein wenig schlafen.

Altstadt mit farbenfrohen Fachwerkhäuser

Wernigerode - Altstadt

Da wir ja jetzt ausgeruht sind, laufen wir auf dem Rückweg zum Hotel durch die Altstadt. Wir gehen durch die schöne Fußgängerzone mit farbenfrohen Fachwerkhäuser, vorbei an vielen, interessanten Geschäften. Da kann ich mich natürlich nicht zurückhalten und gehe hier und da mal in ein Geschäft hinein. Am Marktplatz muss es im Sommer richtig schön sein, viele Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Da es ja gerade Winter ist, wird das heute nichts mit draußen sitzen.

Ein Schloß hoch über der Stadt

Wernigerode - Schloß

Es ist schon dunkel und da wir nur wenige Gehminuten vom Schloss wohnen, laufen wir noch schnell nach oben. Von wegen schnell! Joey Kelly würde da in 2 Minuten oben sein, aber wir, wir nicht ;-) Mit jedem Schritt nach oben wird es uns doch ein wenig wärmer. Leicht schwitzend und schnaufend kommen wir dann doch nach 15 Minuten an. Das Schloß hat schon geschlossen, aber wir haben die Möglichkeit einmal ums Schloß herumzulaufen. An einer Terrasse bleiben wir stehen. Die Aussicht hoch oben über der Stadt ist sehr schön. Der Weg nach unten, fällt uns doch um einiges leichter.

Ein Haus mit nur 2,95 Meter Breite

Wernigerode - Kleinstes Haus

Nicht weit von unserem Hotel, steht das kleinste Haus von Wernigerode. Wir stehen nun vor dem bekanntesten Gebäude der Stadt und finden, dass es total schnuckelig aussieht. Es ist wirklich nur 2,95 Meter breit. Es wurde 1792 erbaut und war bis 1976 bewohnt. Heute ist es ein kleines Museum und für nur 1€ Eintritt, schauen wir uns das mal genauer an. Wir gehen durch die nur 1,70 Meter hohe Tür. Früher waren die Menschen wohl nicht so groß. Wir stehen in einem kleinen Flur, links von uns ist eine ziemlich kleine Küche. Darin steht sogar noch ein alter Holzofen Herd. Dann steht nur noch ein alter Küchenschrank, ein Tisch und ein paar Stühle in der Küche. Der Museumsaufseher erzählt uns, dass in diesem kleinen Haus 11 Personen lebten. Puuuhhhh, für uns absolut unvorstellbar. Soviel Stühle passen gar nicht in der Küche. Die haben wohl nacheinander gegessen. Am Ende des kurzen Flurs geht es hinaus in den winzigen Hinterhof. Dort befindet sich auch die Toilette und die Badewanne. Oh man, wenn wir uns vorstellen, dass wir im Winter raus müssten, um auf die Toilette zu gehen. Da sind wir doch echt froh, dass wir in der heutigen Zeit leben. Wir gehen hoch in den ersten Stock, da stehen wir auch gleich schon im kleinen Wohnraum. Auch hier lassen wir unsern Gedanken freien Lauf und können uns nicht vorstellen, wie da 11 Personen darin Platz hatten. Heute befindet sich im Wohnraum ein Sammlung mit alten Spielsachen. Der Dachboden ist leider gesperrt. Das war der Schlafraum der Familie. Wir erfahren, dass die Bewohner dort oben auf Strohsäcke geschlafen haben. Naja, da ist ja auch kein Platz für 11 Betten. Sehr beeindruckt verlassen wir wieder das kleinste Haus.

Freischwebender Fußweg

Rappbode-Talsperre - Hängeseilbrücke

Wir fahren weiter zur Rappbode-Talsperre. Nach nur 16 Kilometer Autofahrt erreichen wir schon den längsten freischwebenden Fußweg. Unser Auto parken wir auf dem kostenpflichtigen Parkplatz. Wir laufen eine kleine Strecke durch den Wald und schon sind wir da. Das Ticket ist gekauft und jetzt schweben wir mal los. Uuuuaaaahhhh, ist das ein komisches Gefühl. In schwindelerregenden 100 Meter Höhe laufen wir auf Gitterroste über die 483 Meter lange Hängeseilbrücke. Je mehr Besucher auf der Brücke laufen, desto schwankender laufen wir über das Rappbodetal. Für uns ist es eine tolle Erfahrung und zum Glück sind wir beide schwindelfrei. Schade ist nur, dass der Nebel uns die Sicht versperrt.

Tanja & Ramon


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