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Galapagos-Inseln

Galapagos-Insel

Teil 2 unserer Ecuador-Reise

 

Wir haben nun das ecuadorianischen Festland (Quito) verlassen und sind auf der knapp 1000 km entfernten Galapagos-Insel Isla San Cristóbal gelandet. Für den Nationalpark und Migrationskarte müssen wir am Flughafen pro Person 110 Dollar Eintritt bezahlen. Das ganze mal 2, Galapagos ist teuer. Deshalb haben wir uns entschieden, in einem Hostel zu übernachten.

Ein Strand voller Seelöwen

Galapagos - Seelöwen in freier Natur

Es nieselt, stört uns aber nicht, da unsere Haut unbedingt eine Sonnenpause braucht. Unser Hostel befindet sich im kleinen Ort Puerto Baquerizo Moreno. Mit dem Taxi lassen wir uns ins Hostel fahren. Kurz frisch machen und dann noch schnell den Einkauf erledigen. Das ist hier auf San Cristóbal kein Problem, denn es gibt hier viele kleine Mini-Märkte. Wir wollen uns noch kurz umschauen und laufen mal die 200 Meter zum Meer runter.

Seelöwe beim Chillen

Am Seelöwen-Strand bleiben wir hängen. Wow, so was haben wir noch nie gesehen. Der ganze Strandabschnitt ist voller Seelöwen. Es macht uns riesigen Spaß, die Tiere zu beobachten. Wir schießen ein Foto nach dem Anderen. Nur langsam kommen wir weiter, denn zwischen und auf den Klippen entdecken wir die roten Klippenkrabben.

Galapagos - Klippenkrabbe

Die Krabben haben eine tolle, kräftige Farbe. Ha, da sitzt doch ein Blaufußtölpel! Den erkennen wir sofort an seinen schönen blauen Füßen. Voller Begeisterung bestaunen wir auch die vielen kleinen Leguane. Ich glaube die Speicherkarte vom Foto ist gleich voll! Es ist mega aufregend, wir können bis zu 2 Meter an die Tiere ran. Sie sind so greifbar nah! Ups, gar nicht bemerkt, wie schnell es dunkel geworden ist. Es wird schon Zeit fürs Abendessen. Schnell finden wir direkt am Wasser ein kleines Restaurant. Während wir auf´s Essen warten, sehen wir den Seelöwen beim Spielen zu.

Galapagos - Blaufußtölpel (Bild Pixabay)

Cententro de Interpretatión

Gepflasterter Weg über Vulkangestein

Es geht zum Strand Punta Carola und zur kleinen Schnorchelbucht Las Tijeretas und mit etwas Glück werden wir mit einem Seelöwen oder einer Wasserschildkröte schwimmen. Im Cententro de Interpretatión führt ein schöner, gepflasterter Weg über Vulkangestein zum Aussichtspunkt Las Tijeretas und zum Strand Punta Carola. An der Abzweigung entscheiden wir uns für den Aussichtspunkt und die kleine Schnorchelbucht. Nach etwa einer halben Stunden kommen wir am Aussichtspunkt an. Wir haben einen großartigen Weitblick auf den Hafen und die Schnorchelbucht unter uns.

Galapagos - Aussichtspunkt Las Tijeretas mit Blick auf die Schnorchelbucht

Es ist warm und alles klebt. Wir freuen uns schon auf´s Schnorcheln. Nur 10 Minuten und wir sind da. Wegen unseren Sachen müssen wir leider nacheinander schnorcheln. Es hat sich gelohnt. Während wir über die Korallen und kleinen Fische schnorcheln, begegnet uns tatsächlich ein Seelöwe und eine Wasserschildkröte. Das ist so aufregend. Nun laufen wir den Rundweg weiter zur Punta Carola. Auch hier bekommen wir wieder einiges geboten. Seelöwen, die faul in der Sonne liegen, eine Wasserschildkröte nah bei uns im Wasser und auch wieder Leguane, die sich ein schönes Plätzchen suchen. Da es hier keine Sonnenschirme gibt und die Sonne mega knallt, machen wir uns mal lieber wieder auf den Rückweg.

Silvester auf San Cristobal

Seelöwe beim Chillen

Andere Länder, ander Sitten. Hier feiern Sie anders als in Deutschland. Tage zuvor haben wir beobachtet, dass die Menschen große Puppen aus Holz, Pappe und Papier basteln. Sie haben sogar Kleidung an und tragen Masken. Auffällig ist am Silvestertag, dass uns viele junge Männer auf der Straße mit Mini-Röcken und Luftballons-Brüsten begegnen und Spenden sammeln. Am Abend sind alle schick angezogen, als wollten sie auf eine Hochzeitsfeier. Laufen die Strandpromenade auf und ab. An einem kleinen Sportplatz ist alles für die Party vorbereitet. Kleine Stände, die Essen und Getränke verkaufen. Eine Bühne mit Livemusik - Latino - und das auch richtig laut.

Silvester auf dem Sportplatz

Kurz vor Mitternacht ist der ganze Platz gefüllt. Der Entertainer auf der Bühne zählt die letzten Sekunden vom alten Jahr. Keiner der vielen Menschen zählt den Countdown mit. Mmmhhh seltsam. Dann ist 00.00 Uhr. Kein Jubel, keine Geschrei, gar nichts. Die Leute umarmen sich und wünschen sich ein frohes neues Jahr. Kein Anstoßen mit Sekt, überhaupt sehr wenig, bis fast gar kein Alkohol ist hier zu sehen. Kein Feuerwerk (Zum Wohl der Tiere). Das gefällt uns. Obwohl eine 2019 aufgebaut ist, wird sie nicht einmal beleuchtet. Nur 2 Leuchtfeuer sind am Himmel zu sehen und hier und da mal eine Laterne in den Himmel geschickt. Jetzt sehen wir auch, was das mit den Puppen bedeutet. Es sind berühmte Politiker oder Schauspieler. Die werden mitten auf der Straße verbrannt. Das alte Jahr wird verbrannt. Dadurch wird alles Alte und Schlechte losgelassen. Nach 5 Minuten spielt die Band weiter, aber fast keiner tanzt oder singt ein Lied mit. Sehr steif irgendwie. Wenn ich nicht wüsste, dass Silvester ist, wäre es ein ganz normaler Abend auf einem Ortsfest.

Strand La Loberia

Ein weiterer schöner Strand befindet sich 3 km von unserem Hostel. Wir nehmen uns ein Taxi. Ein kleiner Fußweg um die Ecke und wir sind am Stand La Loberia. Auch hier treffen wir die trägen Seelöwen. Bevor wir schwimmen gehen, laufen wir erstmal den Strand entlang bis zu einem Weg, der zu Steilküste führt. Leider haben wir nicht die richtigen Schuhe an und können nicht bis zur Steilküste laufen. 

Leguan am Strand La Loberia

Viele Leguane sitzen auf den Steinen und tanken Sonne. Manche sind so nah am Weg, dass ich mich nicht wirklich traue daran vorbei zulaufen. Die Männchen verteidigen nämlich Ihr Revier. Die nicken mit dem Kopf und geben dabei zischende Laute. Zurück am Strand, gibt es endlich eine Abkühlung im Wasser. Die Sonne knallt wieder einmal brutal vom Himmel. Zum Glück haben wir diesmal Sonnencreme dabei.

Weiterreise mit dem Schnellboot zur Insel Santa Cruz

Galapagos - Weiterreise

Die Tickets für das Speedboot sind gekauft. 30 Dollar kostet die Überfahrt pro Person. Die Haltestelle ist am Hafen und alles ist hier gut organisiert. Mit dem Speedboot fahren wir fast 2 Stunden von San Cristobal nach Santa Cruz. Uuuiiiii, was eine schaukelliege Fahrt. Wir kommen ohne Übelkeit in Puerto Ayora an. Schon beim Aussteigen bemerken wir, hier ist viel mehr los und leider gibt es hier nur wenige Seelöwen. Von unserem Hostel sind wir enttäuscht. Voll die Absteige. Auf den Bildern sah es irgendwie viel schöner aus. Naja, jetzt bleiben wir hier. Wir sind ja eh nur zum Schlafen und Duschen da. Ein besonderes Highlight, es gibt nur kaltes Wasser zum Duschen - grins.

Charles-Darwin-Station

Riesenschildkröte in der Charles-Darwin-Station

Die Charles-Darwin-Station liegt am Stadtrand und ist wie ein kleiner Zoo aufgebaut. Wir laufen einen Rundweg durch den Park. Beobachten können wir Schildkröten in allen Größen. Sie wachsen hier behütet auf und bleiben bis zur Wiederaussetzung in der Station. Der Eintritt ist sogar frei!

Essen mit den Einheimischen

Empanadas - sehr lecker

Da wir nicht jeden Tag in einem teuren Restaurant essen wollen, laufen wir einfach mal durch die Straßen und schauen, ob es was leckeres an einer Straßenküche gibt. In der Duncan-Straße duftet es so herrlich. Wir entdecken einen kleinen Markt. An den Ständen schauen wir, was es leckeres zu Essen gibt. Man soll ja eigentlich nicht unbedingt auf solchen Märkten essen, aber da sehr viele Einheimische selbst hier essen, wird das schon gut sein. Außerdem kostet hier das Essen nur ein Bruchteil im Vergleich zu den Restaurants. Die Entscheidung ist schnell getroffen. Wir probieren die selbstgemachten Empanadas. Das sind gefüllte Teigtaschen. Da die soooo lecker sind, stellen wir uns doch gleich nochmal an.

Tortuga Bay

Um zur Tortuga Bay zu kommen, müssen wir den 2,5 km langen Vulkangestein Weg durch den Kakteenwald laufen. Dieser Strand zählt zu den besten in Südamerika. Es ist heute wieder ein heißer, sonniger Tag und deshalb heißt es wieder gut eincremen und viel Wasser mitnehmen. Gut vorbereitet starten wir. Am Kontrollhäuschen müssen wir uns eintragen. Jetzt erstmal laufen, laufen, laufen. Langsam hören wir das Meer rauschen, ich glaube wir sind gleich da. Oh wow, was ein schöner weißer Sandstrand. Dieser (lange) Weg hat sich echt gelohnt. Sofort ziehen wir unsere Schuhe aus und spüren den feinen Puderzucker Sand an unseren Füßen.

Leguane am Tortuga Bay

Wir gehen auf dem feinen, weißen Sand bis hinter zur flachen Meereslagune, die Playa Mansa. Auf dem Weg dorthin, kühlen wir uns kurz im Meer ab. Leguane kreuzen unseren Weg. Einige liegen faul herum, andere schwimmen im Meer. Wegen der gefährlichen Strömung ist es leider nur in der Meereslagune erlaubt zu schwimmen. Aber dafür gibt es hier Schatten. Natürlich müssen wir den 2,5 km langen Weg auch wieder zurück laufen. Deshalb können wir nicht allzu lange bleiben. Hinweis: Es gibt weder Toiletten noch sonstige Bewirtung. Einfach nur Natur - soweit das Auge reicht.

Las Grietas - Eine mit Wasser gefüllte Felsspalte

Weg zur Las Grietas

Heute beginnt unser Weg mit einem Wassertaxi. Für 80 Cent pro Person fahren wir zum gegenüberliegenden Ufersiedlung Estrada. Nach nur 1 Minute kommen wir an der Anlegestelle an. Ein beschilderter Weg führt uns nun zur Las Grietas. Es ist ein schöner Weg durch die Mangroven Siedlung und durch den Trockenwald. Wir kommen an einer kleinen Bar und einer alten Salzlagune vorbei.

Nach ca. 35 Minuten sind wir am Ziel, am Naturpool im Canyon. Leider ist hier zu viel los und deshalb fällt das Schnorcheln in der mit Wasser gefüllten Felsspalte aus. Ein weiterer Pfad führt oberhalb des Canyons entlang. Am Ende des Pfades stehen wir an einem schönen Aussichtspunkt. Auf einer Bank setzen wir uns hin und genießen die Aussicht und die Stille.

Lavanderia - Wäscherei

Ein wichtiger Punkt bei unserer Rucksacktour ist die Lavanderia (Wäscherei). Da ja nicht viel Gepäck in den Rucksack passt, müssen wir unsere Wäsche waschen lassen. Wenn wir so durch die Straßen laufen, sehen wir doch einige davon. Heute ist Waschtag bei uns. Wir geben unsere Wäsche in der Lavanderia ab. Der Preis geht nach Gewicht. Innerhalb von 2 Stunden ist unsere Wäsche wieder fertig. Bezahlen müssen wir bei 6 kg Wäsche 8,50 Dollar. Ist in Ordnung und unsere Wäsche ist wieder frisch.

Weiterreise mit dem Taxi, Fähre, Bus und Flugzeug

Fähre zur Insel Baltra

Es geht wieder zurück auf´s Festland. Mit dem Taxi fahren wir zur Fähranlegestelle. Das dauert ca. 1 Stunde und bezahlen dafür 22 Dollar. Genug Zeit sich die Landschaft noch ein bisschen anzuschauen. Wie ungewohnt, am Straßenrand sehe ich eine Riesenschildkröte stehen. An der Anlegestelle werden wir vom letzten Seelöwe verabschiedet. Die werden wir vermissen. Alles ist hier gut organisiert. Für 1 Dollar pro Person fahren wir rüber zur Insel Baltra. Für die Weiterfahrt mit dem Bus zum Flughafen müssen wir nochmal 5 Dollar pro Person bezahlen.

Ankunft in Quito

Ecuador - Hauptstadt Quito

Da wir spät ankommen, müssen wir eine Nacht in Quito verbringen. Wir haben ein tolles Hotel mit Pool gefunden. Und wir werden es uns nicht nehmen lassen, bei nur 15 Grad im Schatten, in den Pool zu springen. Wie witzig, der Hausmeister schaut uns an, als wären wir verrückt. Ja, ein bisschen sind wir das auch - grins.

Hotelanlage in Quito

Die Hotelbesitzerin ist sehr hilfsbereit und bringt uns persönlich an den Busbahnhof. Von dort aus wollen wir mit dem öffentlichen Bus nach Mindo fahren. Sie hilft uns sogar noch beim Ticketkauf. Auch hier ist alles gut organisiert und bekommen Hilfe von den Angestellten. Somit haben wir gleich den richtigen Bus gefunden. Die Fahrt dauert ungefähr 2 Stunden und kostet uns zusammen 15 Dollar.

 

Feel the word - Look around

Tanja & Ramon


Die Reise geht weiter ⬇︎

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Kommentare: 2
  • #1

    Caro (Freitag, 12 April 2019 12:06)

    Hallo, die Blaufüßler sehen echt so aus wie wenn sie die Füßen in blaue Poolfarbe getunkt hätten.

  • #2

    Travelday (Freitag, 12 April 2019 13:12)

    Hallo Caro,
    ja die Blaufußtölpel sehen echt lustig aus mit den blauen Füßen. Habe ich vorher noch nie gesehen.
    LG Travelday